Komponenten Filtern

In der Ansicht Filtern können Sie Komponenten filtern, indem Sie sie einschließen, ausschließen oder ignorieren. Die gleiche Filterfunktionalität ist vielen Regelparametern sowie in den Ansichten Auswertung und Klassifizierung integriert. Die Ansicht Filtern ist eine zusätzliche Ansicht und kann zu jedem Layout hinzugefügt werden.


HINWEIS

Wenn die Komponentenklasse die gleiche ist, funktionieren die nach der ersten Zeile hinzugefügten Zeilen als zusätzlicher Filter, welche den ersten Filter genauer definieren.


Beachten Sie folgendes:

  • Die Zeilenreihenfolge in Filtern spielt keine Rolle.
  • Wenn Sie die Zeilen gleicher Komponententypen über- und untereinander halten, ist es einfacher, den Überblick zu behalten, wie diese Komponententypen gefiltert werden. Wenn Sie die Zeilen neu anordnen möchten, müssen Sie Zeilen löschen und neue erstellen.
  • Ausschlussfilter haben Vorrang vor Einschlussfilter. Für alle Komponenten, für die ein Filter mit dem Status „Ausschließen“ übereinstimmt, werden diese Komponenten ausgeschlossen, egal wie viele Filter mit dem Status „Einschließen“ mit den Komponenten übereinstimmen.
  • Einschlussfilter verwenden einen UND-Operator mit Zeilen desselben Komponententyps und einen ODER-Operator mit Zeilen unterschiedlicher Komponententypen.
  • Ausschlussfilter verwenden einen ODER-Operator.
  • Ignorieren-Filter haben keinen Einfluss darauf, welche Komponenten ein- oder ausgeschlossen werden. Der Zweck eines Filters mit dem Status „Ignorieren“ besteht darin, die Filterzeile vorübergehend zu deaktivieren, anstatt sie zu löschen. Dies ist z. B. praktisch, wenn Sie experimentieren, indem Sie Filter ein- oder ausschalten, um zu sehen, was passt, oder wenn ein Filter später einfach spontan ein- oder ausgeschaltet werden soll.

So fügen Sie einen neuen Filter hinzu:

  1. Status: Wählen Sie Einschließen, Ausschließen oder Ignorieren aus dem Dropdown-Menü.
  2. Komponente: Wählen Sie eine Komponente aus, nach der Sie filtern möchten. Um die vollständige Liste der Komponenten anzuzeigen, klicken Sie auf die Zeile und anschließend auf die 3 Punkte. Um alle Komponenten zu filtern, unabhängig des Komponententyps, verwenden Sie Beliebige. Der Einfachheit halber werden die Komponenten, die typischerweise mit einer Disziplin verbunden sind, unter dieser aufgelistet.

    TIPP
    Komponenten wie z. B. Bauteile, Vorhangfassaden, Treppen und Dächer haben oft eine direkte dekompositorische Beziehung zu ihren Unterkomponenten wie z. B. Balken, Träger, Blechen, Treppen, Decken, Geländer, Dächer. Wenn jede Komponente für sich betrachtet wird, werden sowohl die Baugruppe als auch die Teilkomponenten in Regeln geprüft und in der Auswertung aufgelistet. Dies kann zu einer doppelten Zählung von Probleme und Komponenten führen.
    In der Filterparametertabelle kann ein Einschlussfilter die Komponenten auf diejenigen beschränken, die eine leere umgekehrte Dekompositionsbeziehung haben, oder ein Ausschlussfilter kann diejenigen ausschließen, die keine leere umgekehrte Dekompositionsbeziehung haben. Dies kann zu weniger Ergebnissen bei der Überprüfung und zu weniger Komponenten in der Auswertung führen, da die übergeordneten/zusammengesetzten Komponenten und nicht die Teilkomponenten verglichen werden.
    Alternativ kann ein Einschlussfilter die Komponenten auf diejenigen beschränken, die eine direkte dekompositorische Beziehung haben, oder ein Ausschlussfilter kann diejenigen ausschließen, die keine direkte dekompositorische Beziehung haben. Dies kann zu detaillierteren Ergebnissen und gemeldeten Komponenten führen, da die vielen Teilkomponenten, aus denen Baugruppen bestehen, verglichen werden und nicht nur die einzelnen Baugruppen, aus denen die Komponenten bestehen.
  3. Eigenschaft: Wählen Sie die Komponenteneigenschaft aus. Standardmäßig enthält die Liste Eigenschaften aus der Ansicht Information und dem Eigenschaftensatz Identifikation
    Wenn Sie eine andere Eigenschaftengruppe und Eigenschaft auswählen möchten, klicken Sie auf die drei Punkte. Es öffnet sich ein Dialogfenster. 
    Wählen Sie eine Eigenschaftsgruppe und Eigenschaft aus. Wenn Sie ein Eigenschaftenset auswählen, wählen Sie den Eigenschaftensetname, den Eigenschaftennamen und das Format aus und klicken anschließend auf OK.

    TIPP
    Eigenschaftensätze sind die blauen Registerkarten, welche den Komponenten in der IFC-Datei angehängt sind, aus der Informations-Ansicht.
  4. Funktion: Wählen Sie eine Funktion aus dem Dropdown-Menü aus. Die Funktion ist abhängig vom Format (Text, Zahl usw.).
    Bei einem Text-Format:

    Bei einem Zahlen-Format:
  5. Wert: Bei einer Text-Funktion, doppelklicken Sie auf die Spalte Wert. Es werden Ihnen vorhandene Werte der ausgewählten Eigenschaft vorgeschlagen. Wählen Sie einen oder mehrere Werte und bearbeiten Sie diesen/diese Wert/e ggf. anschließend. Klicken Sie zum Bestätigen auf OK.


TIPP

Wenn Sie weitere Elemente in die Liste aufnehmen möchten, können Sie mit gedrückter Shift-Taste mehrere Werte hinzuzufügen. Anschließend können Sie die nicht benötigten Werte wieder entfernen oder bearbeiten.

Sollten Sie eine Zahlen-Funktion ausgewählt haben, müssen sie den Wert händisch mit Angabe der Maßeinheit eintippen.

Sie können Komponentenfilter speichern und an anderen Stellen im aktuellen Solibri-Projekt oder einem komplett neuen Solibri-Projekt wieder öffnen und verwenden. Das hilft z.B., wenn Sie dieselben Filter für Regeln, Auswertungen oder Klassifikationen verwenden wollen. Wenn Sie den Filter zur weiteren Verwendung speichern möchten, klicken Sie auf folgendes Symbol:

Es öffnet sich ein Dialogfenster. Standardmäßig werden die Filter im Ordner „Filter“ des lokal gespeicherten Solibri-Ordners gespeichert (Windows: (C:) > Benutzer > Öffentlich > Solibri > SOLIBRI, Mac: Applications > Solibri). Sie können die Filter aber natürlich an jedem beliebigen anderen Ort auf Ihrem Rechner, einem Server oder einem externen Speichermedium speichern. Benennen Sie den Filter und klicken Sie auf Speichern.


TIPP

Öffnen Sie einen bereits gespeicherten Filters, ersetzen Sie den zuvor eingestellten Filter, d. h. die Filterwerte werden nicht zu den bereits konfigurierten Werte hinzugefügt.


TIPP

Sie können die Auswahlkorb-Symbole verwenden, um zu prüfen, ob Ihr Filter richtig funktionieren, indem Sie sie dem Auswahlkorb zuweisen. Dadurch werden die Komponenten die gefiltert werden in der 3D-Ansicht angezeigt.