In BIM-Projekten bestimmt nicht allein die Geometrie die Qualität eines Modells, sondern ebenso die darin hinterlegten Informationen. Ein Modell kann visuell einwandfrei erscheinen und dennoch falsche Klassifizierungen, fehlende Eigenschaftswerte, uneinheitliche Bezeichnungen oder unvollständige Angaben zu Anlagen und Bauteilen enthalten. Solche fehlerhaften Informationen führen später häufig zu Problemen in der Koordination, der Bauplanung, im Genehmigungsverfahren oder im Gebäudebetrieb.
In der Praxis wirken sich fehlerhafte oder unvollständige Modelldaten unmittelbar auf nachgelagerte Abläufe aus. Dazu zählen Fehler in der Mengen- und Massenermittlung, falsch bestellte Materialmengen, Probleme in der Planung der Vorfertigung sowie ungenaue Berechnungen von Treibhausgasemissionen und Nachhaltigkeitskennwerten.
Die Überprüfung von BIM-Modellen stellt sicher, dass Modelle die Informationsanforderungen des Projekts erfüllen und in allen Abläufen zuverlässig genutzt werden können. Wird die Datenvalidierung früh durchgeführt, reduzieren Projektteams nachgelagerte Fehler, vermeiden Verzögerungen im Genehmigungsverfahren und erhöhen die Verlässlichkeit der koordinierten Modelle.
Eine definierte Modellvalidierung ist damit ein zentraler Bestandteil der BIM-Koordination, des digitalen Bauantrags und des Informationsmanagements über den gesamten Lebenszyklus. Sie stellt sicher, dass Modelle nicht nur geometrisch korrekt sind, sondern auch alle Informationen enthalten, die für Ausführung und Betrieb erforderlich sind.